DESTINATION

Amman

Amman, eine moderne Stadt auf uraltem Wüstensand. Die Hauptstadt Jordaniens ist eine faszinierende Stadt voller Kontraste – Traditionen der alten Zeiten treffen auf die moderne Lebenshaltung.

Die Geschichte der Stadt begann vor mehr als 10 Tausend Jahren, sie wurde unter dem Namen Rabbat-Ammon bekannt und galt als die Hauptstadt des Fürstentums der Ammontier. Danach befand sich die Stadt unter der Herrschaft der Römer, gehörte Palästina an und wurde später zum Teil des Byzantinischen Reiches. Amman wurde von den Arabern am Anfang des 7. Jahrhunderts erobert, befand sich eine längere Zeit im Verfall und begann sich politisch und ökonomisch ab dem 16. Jahrhundert zu entfalten. Seine Blütezeit erlebte Amman in der Mitte des 20. Jahrhunderts, nachdem sich tausende Reisende für die Sehenswürdigkeiten und Heiligtümer zu interessieren begonnen haben.

Als historisches Zentrum gilt der Bezirk Ballad, wo sich auf einem der Hügel die Zitadelle erhebt. Hier befinden sich außerdem byzantinische Kirchen und der Umeyyaden Palast, der die Besucher mit seiner märchenhaften Schönheit beeindruckt. Die Fassade des Palastes ist mit meisterhafter Schnitzerei verziert und das Innere der geräumigen Säle und Korridore überrascht mit schöner Pracht.

Am Fuße des Hügels befindet sich ein weiteres Denkmal – das römische Amphitheater. Es ist so gut erhalten geblieben, dass Musiker und Schauspieler es auch heutzutage für den vorgesehenen Zweck verwenden. Hier finden Konzerte, Festivals und andere kulturelle Veranstaltungen statt.

In unmittelbarer Nähe befindet sich das Jordan Folkloremuseum. In seinen Sälen sind die Sammlungen der Nationaltrachten, der Alltagsgegenstände und Musikinstrumente aufbewahrt. Das Alter vieler Exponate beträgt mehr als 100 Jahre.

In Amman gibt es außerdem einige schöne Moscheen, dazu gehört auch die König-Abdullah-Moschee. Diese wurde 1989 gebaut und beeindruckt Besucher mit seinen großen Maßstäben. Außerdem gibt es zwei Museen in der Moschee – das königliche Museum und das islamische Museum.

Die Abu Darwish Moschee ist besonders bemerkenswert. Auffällig ist ihr schwarz-weiß gestreiftes Mauerwerk, weshalb sie lange als die „schwarz-weiß-Moschee“ bezeichnet wurde. Sie wurde ab 1961 gebaut. Der Zutritt ist ausschließlich Moslems gestattet, während Personen anderer Glaubensrichtungen nur die Außenansicht betrachten können.

Bunte Farbe, duftende Gewürze und lebendiges Treiben. Wie in allen arabischen Städten gehören traditionelle Märkte zum festen Bestandteil. Wer viel Zeit dem Einkaufen widmen möchte, sollte einen der Märkte besuchen.

Bei Einbruch der Dunkelheit warten zahlreiche Nachtclubs und Diskotheken auf die Besucher. In den populärsten Einrichtungen wird ausschließlich arabische Musik gespielt und lokale Musikgruppen treten auf. Denjenigen, die sich an einem ruhigen Ort erholen möchten, werden die örtlichen Kaffeestuben gefallen.

Top Highlights

Das Nymphäum, der größte Prachtbrunnen des antiken Philadelphia, wie Amman in hellenistischer und römischer Zeit genannt wurde, entstand gegen Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. Solche Brunnenanlagen wurden über Höhlen mit fließendem Wasser erbaut, von denen man glaubte, sie seien durch mythologische Nymphen geheiligt. Nymphäen waren Treffpunkte des öffentlichen Lebens und Zeichen des Wohlstands einer Stadt.

Die monumentale Struktur des Nymphäums von Amman ist ein halb achteckiges Gebäude mit symmetrischer Gestaltung, dekoriert mit Reliefs, Mosaiken und Statuen. Der untere Teil besteht aus dem Fundament mit Tonnengewölben, und zum oberen Teil gehören die Hauptfassade des Gebäudes und dessen Rückseite.

Seit 2015 wird das Nymphäum umfassend restauriert und soll bald in neuem Glanz erstrahlen.

Die König-Abdullah-I-Moschee mit der großen blauen Kuppel wurde von 1982 bis 1989 im Auftrag von König Hussein (1935 – 1999) erbaut, der sie dem Gedenken an seinen Großvater widmete. Die Moschee kann von nicht-muslimischen Besucherinnen und Besuchern besichtigt werden.

In der oktogonalen Halle ohne Pfeiler ist Platz für etwa 3.000 Betende. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 35 m und ist 31 m hoch. Von ihrer Mitte gehen Strahlen in Form eines goldenen Sterns aus, die in den 99 schönsten Namen Allahs im Fries unterhalb der Kuppel kulminieren. Der hängende Kronleuchter mit 168 Laternen besteht aus drei Kreisen mit Koranversen und dem Wort Allahs auf jeder einzelnen Laterne.

In der Nähe des Eingangs befindet sich ein kleines islamisches Museum, in dem auch persönliche Erwerbungen und Fotos des Königs Abdallah ibn Husain I. (1882 – 1951) ausgestellt sind.

Dieses Museum für volkstümliche Traditionen wurde 1971 eröffnet. Auftrag des Museums ist es, Objekte aus dem Brauchtum Jordaniens und Palästinas in ganz Jordanien zu sammeln, und dieses Erbe für zukünftige Generationen zu bewahren. Außerdem soll Besuchern aus aller Welt ein Einblick in die jordanische Kultur gewährt werden.

Das Museum hat fünf Ausstellungsräume. Der erste Raum ist der traditionellen Kleidung des Ostjordantals gewidmet. Im zweiten Raum werden traditioneller Schmuck und kosmetische Gegenstände der verschiedenen Regionen des Ost- und Westjordanlands ausgestellt.
Der dritte Raum enthält eine Sammlung palästinensischer Trachten und anderer Kleidungsstücke. Im vierten Raum befinden sich eine Sammlung von Töpferwaren, hölzernen Kochtöpfen und Schüsseln zur Speisenzubereitung sowie eine Sammlung von Silberschmuck und Brautkleidern aus dem Westjordanland. Der fünfte Raum ist in einem Gewölbe des römischen Theaters untergebracht und beherbergt Mosaike aus byzantinischen Kirchen in Jerash und Madaba.

Fakten
Reisekategorie: Städtetrip, Sightseeing
Einwohnerzahl: 4,008 Millionen
Sprache: Arabisch
Währung: Jordanischer Dinar
Preiskategorie: €€
Website: de.visitjordan.com/Wheretogo/Amman
Flug Informationen
Airline Ryanair
Flugtage Dienstag, Samstag
Flugzeit 4 Stunden 10 Minuten
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