DESTINATION

Bukarest

Beeindruckende Hochhäuser und verschlungene Gassen, große Parkanlagen und Straßen voller Fahrzeuge, anmutige Kirchen und eindrucksvolle Monumentalbauten – willkommen in Bukarest.

Das Stadtbild der Hauptstadt wird von einer vielfältigen Architektur auf engem Raum geprägt. Neben Palästen im französischen eklektisch-akademischen Stil des 19. Jahrhunderts stehen Villen im neurumänischen Brâncoveanu-Stil des 20. Jahrhunderts, der orientalische und italienische Baumotive in sich vereinigt. Kleine Häuschen versteckt zwischen Blöcken im Bauhaus-Stil der 1930er-Jahre und den typischen sozialistischen Plattenbauten aus den 60er und 70er-Jahren. Hinzu kommt der Zuckerbäckerstil aus den letzten Amtsjahren Nicolae Ceausescus. Nicht selten wird Bukarest aufgrund seines Stils auch als „Paris des Ostens“ oder „Klein-Paris“ betitelt.

Die Altstadt Bukarests liegt zwischen dem Platz der Vereinigung (Piata Unirii), dem Cismigiu-Garten (Gradina Cismigiu), der Nationaloper (Opera Nationala Bucuresti) und dem weiten Platz der Revolution (Piata Revolutiei). Hier befinden sich alle wichtigen politischen Institutionen und Bildungseinrichtungen, die meisten Kulturzentren sowie Hotels und Restaurants.

Ein Fünftel der Altstadt wurde abgerissen, um Platz für das neue sozialistische Zentrum, das Centrul Civi, zu schaffen. Beim genaueren Betrachten der Gebäude zeigen sich geschichtsträchtige Details. Noch heute erinnert das Stadtbild an den Diktator Nicolae Ceausescu, der von 1965 bis 1989 das Land regierte. Er ließ tausende Gebäude und ganze Dörfer zerstören, um Platz für den sogenannten Zuckerbäckerstil zu schaffen. Zentrum dieses neuen Stadtteils ist der Parlamentspalast (Palatul Parlamentului) – das größte Gebäude Europas. In dieser gigantischen Stufenpyramide befinden sich das rumänische Parlament, Tagungszentren und ein Museum.

Der größte Teil der Altstadt blieb unangetastet. In Bukarest gibt es, von wenigen großen Achsen abgesehen, an denen die Adligen früher ihre Paläste und Repräsentationsbauten errichteten, auch gewachsene Viertel mit krummen Straßen, kleinen, alten Häusern und viel Grün.

Der Alte Fürstenhof, Curtea Veche, gehört zu den historischen Höhepunkten Bukarests. Hier kann man die Überreste der mittelalterlichen Siedlung besichtigen. Der Fürstenhof wurde bereits im 15. Jahrhundert für den Woiwode Vlad III. Draculea erbaut und dient heute als Museum, in dessen Ausstellung man Einblicke in alte Zeiten erhält. Direkt neben dem Fürstenhof befindet sich die Verkündigungskirche Nuna Vestire die im 16. Jahrhundert erbaut wurde und ebenfalls einen Besuch wert ist. Die alte Karawanserei Hanul lui Manuc mit ihrem schönen Innenhof ist außerdem historisch und architektonisch sehr interessant.

Weitere sehenswerte Bauten sind der mächtige Triumphbogen (Arcul de Triumf) und das Bukarester Athenäum (Ateneul Roman), welches heute als Konzertsaal dient. Ideal zum Schlendern und zum Bestaunen weiterer architektonischer Highlights ist die älteste Prachtstraße von Bukarest, die Valea Victoriei.

Top Highlights

Der Parcul Regele Mihai I al Romaniei ist mit einer Fläche von 187 Hektar das größte Vergnügungsgebiet in Bukarest. Die Alleen und Blumenbeeten, mit Statuen, Säulen, Brücken und Tausenden von Weiden laden zum Spazieren und picknicken ein. Im Park liegt außerdem das Dorfmuseum (Muzeul Satului). Hier findet man unzählige, gut erhaltene Häuser aus unterschiedlichen Epochen. Seit der Eröffnung im Jahr 1936 werden hier jahrhundertealte Bauernhäuser und Holzkirchen aus ganz Rumänien sowie mehr als 50 Haushalte, Werkstätten und Mühlen ausgestellt.

Das Rumänische Athenäum wurde 1888 nach den Plänen des Architekten Albert Galleron fertiggestellt. Als Vorbild für das Gebäude diente der Tempel der Athene. In dem kuppelgedeckten Rundbau findet sich das Konzerthaus, dass heute Sitz der Staatsphilharmonie George Enescu ist. Das Fresko auf der Innenseite der Kuppel schildert Höhepunkte der rumänischen Geschichte ab der Römerzeit. Zwischen den Säulen des Portikus befinden sich auf runden Goldmosaiken Porträts bedeutender Fürsten der Geschichte, welche nachträglich hinzugefügt wurden. Vor dem Bauwerk steht eine Bronzestatue des rumänischen Dichterfürsten, Mihai Eminescu.

Das Hanul lui Manuc ist eine gut erhaltene mittelalterliche Schänke aus dem Beginn des 19. Jahrhunderts. In der ehemaligen Karawanserei wurde 1812 der Vertrag von Bukarest zwischen Russland und der Türkei unterzeichnet. 1880 entstand ein Saal, in dem nachfolgend zahlreiche Arbeiterversammlungen stattfanden.

In Bukarest gibt es viele orthodoxe Kirchen, oft in Innenhöfen von Plattenbauten eingepfercht. Die Kirche San Stavropoleos hat etwas mehr Luft, zudem besonders schöne Fresken und einen kleinen Innenhof mit Kreuzgang, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Ein Besuch eignet sich gut für eine kleine Pause vom Gewusel der Altstadt und um einmal durchzuatmen.

Fakten
Reisekategorie: Städtetrip, Sightseeing
Einwohnerzahl: 1,921 Millionen
Sprache: Rumänisch
Währung: Rumänischer Leu
Preiskategorie:
Website: www.romaniatourism.com/bucharest
Flug Informationen
Airline Wizz Air
Flugtage Dienstag, Donnerstag & Samstag
Flugzeit 2 Stunden 15 Minuten
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