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Sibiu: Rumänien neu entdecken

FMM EXPLORER

Sibiu: Auf Entdeckungstour in Rumänien

Von Memmingen auf nach Sibiu in Rumänien mit Madlen und Marco.

Für ihre eigenen Instagram-Blogs sind Madlen und Marco bereits fleißig in der Weltgeschichte unterwegs.

Als frischgebackene City-Explorer haben Sie sich in diesem Herbst auf den Weg nach Sibiu in Rumänien gemacht und für den Flughafen Memmingen und Wizz Air die bei Touristen aus aller Welt beliebte Stadt in der Region Siebenbürgen erkundet …

Bukarest kann jeder. Sibiu sollte man gesehen haben. Die Stadt ist bunt, modern, lebhaft, traditionell und interessant. Sie reißt ihre Gäste in ihren Bann und lässt diese nicht mehr los. „Jeder Besucher wird die Stadt anders erleben – je nachdem, wie gut man sie verstehen lernt.“ (Bürgermeisterin Astrid Fodor). Und wir sind bereit, sie verstehen zu lernen.

Als wir aus dem Flugzeug (ab Memmingen beträgt die Flugzeit circa 2 Stunden) steigen, ist unser erster Gedanke, dass die Plattenbauten der Stadt gar nicht in unser Bild von Sibiu (dt. Hermannstadt) passen. Davon haben wir uns aber nicht täuschen lassen. Und schon während unserer Fahrt vom Flughafen zum Hotel wandeln sich die großen grauen Bauten innerhalb weniger Minuten in verspielte, alte Häuser, die in unseren Augen wunderschön aussehen. Rechts und links von uns sehen wir zudem unzählige kleine Straßen und Gassen. Der Anblick dieser lässt es uns (und wohl auch jedem anderen Besucher Sibius) kaum abwarten, durch die Stadt zu spazieren und diese zu erkunden.

Eine Stadt mit Geschichte …

Hermannstadt, rumänisch Sibiu liegt in der Mitte Rumäniens, in Siebenbürgen. Gegründet wurde die Kreisstadt um das Jahr 1150 unter der ungarischen Krone von deutschen Siedlern. Im Jahr 2007 war Sibiu Kulturhauptstadt. Bereits nach kurzer Zeit ist uns klar, warum die Stadt diesen Titel verdient hat.

Die Must-Sees von Sibiu

Zur Orientierung in Sibiu dient uns ein kleiner Spaziergang über den großen und den kleinen Ring. Hier liegen die meisten Sehenswürdigkeiten Sibius.

Lügenbrücke: Dazu gehört beispielsweise die Lügenbrücke. Die sagenumwobene Brücke tauchte früher unter dem Namen „Liegenbrücke“ (liegende Brücke) auf. Der Name wandelte sich im Laufe der Zeit und wurde zu „Lügenbrücke“. Viele Legenden ranken um die 1859 gebaute Verbindung. Eine besagt, dass sie einstürzen soll, wenn man auf ihr eine Lüge erzählt, eine andere, dass sich früher an Markttagen die geschwätzigen Leute unter der Brücke versammelten und sich allerlei „Klatsch und Tratsch“ berichteten. Von dieser legendenbehafteten Sehenswürdigkeit aus haben wir einen wunderschönen Blick über die Stadt und über den kleinen Ring bis hin zum Ratturm.

Ratturm: Dieser als Wahrzeichen der Stadt geltende Turm, wurde 1224-1241 gebaut. Den schmalen Eingang erreichen wir ebenfalls vom kleinen Ring aus. Der Aufstieg (2 Lei = ca. 0,45 €) bietet uns eine einzigartige Aussicht über Hermannstadt. Im Süden erstreckt sich die Szenerie über den großen Ring und die Innenstadt bis zum Fogarascher Gebirge. Aus den anderen Fenstern lassen wir unsere Blicke über die evangelische Kirche und weitere Teile der Stadt schweifen. Hier können wir einige Zeit verweilen und das einzigartige Panorama genießen.

Evangelische Kirche: Die evangelische Kirche auf dem Huetplatz, zieht uns und viele weitere Besucher mit ihrem bunten Dach und ihrer gotischen Architektur an. Der Turm kann besichtigt werden und belohnt nach sportlichen sieben (!) Stockwerken erneut mit einem sehr schönen Blick über die ganze Stadt.

Orthodoxe Kathedrale: Unsere Augen bleiben beim Ausblick über die Stadt durch die Fenster des Ratturms immer wieder auf einer Kathedrale heften, die uns von außen so begeistert, dass wir sie auch von innen sehen wollen. Beim Eintritt in das kunstvolle Gebäude sind wir sprachlos. In der orthodoxen Kathedrale erstrecken sich direkt vor uns prunkvoll verzierte Wände und in der Mitte des Raumes thront ein riesiger, atemberaubender Kronleuchter.

Harteneckgasse und Verteidigungsanlage: Auf dem Weg zurück von der Kathedrale zum kleinen Ring sollte man unbedingt den etwas längeren Weg über die Harteneckgasse nehmen. Auch bekannt als die „romantischste Gasse Hermannstadts“. Hier ragen noch heute die hohen Mauern der früheren Verteidigungsanlage aus der Erde. Drei Wehrmannstürme zieren zudem den Weg durch die Passage. Hier finden wir ein sehr gut erhaltenes Stück Geschichte. Von dort aus gehen wir einen kleinen Umweg, der uns durch einen Bogen in der Stadtmauer noch etwas weiter nach außen bringt. Nach einigen Metern sehen wir die zweite Stadtmauer. In dieser ist auch der dicke Turm. Dieser Turm bildete seit 1540 eine eigene kleine Festung. Heute beherbergt er ein Schauspielhaus, in dem verschiedene Theaterstücke aufgeführt werden.

Astra-Museum: Nach der Erkundung der multikulturellen Innenstadt Sibius machen wir uns auf den Weg in das Astra Museum. Dieses liegt etwas außerhalb, ist aber sehr leicht mit dem Bus zu erreichen. Das größte europäische Freilichtmuseum zeigt auf fast 100ha Fläche Beispiele für bäuerliche Architektur und Technik. Das besondere hier ist, dass wir die Häuser, Kirchen und Mühlen nicht nur von außen, sondern auch von innen bewundern können.

Übernachten in Sibiu

Den besten Ausgangspunkt für die Erkundung Sibius hat man in einem der Hotels in der Altstadt. Ein Hotel auf dem großen Ring ist hierfür die beste Wahl. Mit dem Taxi wird man sozusagen direkt vor das Zimmer gebracht. Dahingegen muss man seine Reisetasche, wenn man in einem Hotel auf dem kleinen Ring nächtigt, durch die eine oder andere Gasse tragen. In diesem Bereich sind Autos ein seltener Anblick. Die Wege sind jedoch nicht allzu weit. Und so wird einem auch das Flanieren leicht gemacht.

Für jeden Geschmack

Typisch rumänisches Essen oder doch lieber etwas vom Italiener? Heute ein leckeres Glas Wein oder lieber einen Kaffee? Hier in Sibiu findet man wirklich für jeden Geschmack das richtige Restaurant, die richtige Bar oder das richtige Café. Nicht umsonst wird Sibiu 2019 europäische gastronomische Region.

Auch auf den zahlreichen Märkten (z. B. Zibinsmarkt) gibt es zudem leckeres und frisches Obst, Gemüse und natürlich die bekannten Baumstriezel.

Bei der Wahl des Restaurants fiel uns z. B. beim Weinkeller sofort die urige Atmosphäre auf. Der Wein ist, wie der Name des Lokals schon erahnen lässt, überragend. Im Gegensatz zu diesem Restaurant in Kellerlage, hat das Café Wien eine kleine Terrasse, auf der wir bei leckerem Essen den Blick über die Stadt genießen können (probiert hier unbedingt den Lava-Kuchen). Auch das Kulinarium bietet rumänische Speisen an, die wir direkt auf dem kleinen Ring mit Blick auf den Ratturm genießen dürfen.

Rund um Sibiu

Wandern auf Hirtenpfaden und der Transalpina, eine Fahrt auf der Transfogarascher Hochstraße mit spektakulären Landschaften oder die kulinarische Vielfalt Rumäniens genießen. Unzählige Kirchen und Burgen, die darauf warten, besichtigt zu werden. Diese Dinge und noch vieles mehr kann man rund um Sibiu erleben. Für genauere Informationen sollte man ein Touristeninformationsbüro aufsuchen. Hier bekommt man tolle Tipps zu allen Aktivitäten in der gesamten Umgebung.

Ein paar Tipps von uns …

Wir haben die Stadt (vor allem die Geschichte) am besten durch unseren Guide kennen gelernt. Aus diesem Grund empfehlen wir jedem, der nach Sibiu reist, eine Stadtführung in einer kleinen Gruppe zu machen (wir waren von Radu Coica total begeistert).

Auch seine Empfehlung für einen entspannten Ausklang des Tages war perfekt für uns: das Atrium. Hier gibt es leckeres Essen und gute Drinks. Gegen Abend spielt oft ein Pianist am Klavier. Bei einem Glas Wein lauschen wir den Klängen – einzigartig und wunderschön. Da das Atrium direkt im Haus Luxemburg gelegen ist, befindet sich direkt im Gastraum noch ein Teil der ersten Stadtmauer. Geht man im Atrium die Treppen nach oben (zur Toilette) gelangt man auf einen kleinen Balkon. Von hier oben hat man den besten Blick auf die Lügenbrücke.

Wenn man mit dem Bus zum Beispiel zum Astra Museum oder in die Shopping City fahren möchte, gibt man die Haltestellen am Besten in Google Maps ein. Eine gute App für den ÖPNV gibt es in Sibiu leider bisher nicht. Mit Maps haben wir uns aber super zurecht gefunden.­­

Wir hatten das Glück, dass wir noch Karten für das Theaterstück „Faust (Goethe)“ bekamen. Das neu-interpretierte Theaterstück auf Rumänisch mit englischen Untertiteln begeistert uns total mit seinen bekannten Schauspielern und Szenen, die spektakulär umgesetzt werden. Karten dafür sollten im Voraus gekauft werden, da das Stück eigentlich immer so gut wie ausverkauft ist.

Die perfekte Unterkunft zur Erkundung Sibius ist das YellowBoot Aparthotel. Das Hotel bietet seinen Gästen große, modern eingerichtete Zimmer in ruhiger Lage. Von hier aus erreicht man alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß und das in nur wenigen Minuten. Seinen Namen hat das Hotel übrigens von dem früheren Schuhladen, der einmal in dem Gebäude war und der leuchtend gelben Fassade des Hauses. Die Inhaberin ist sehr freundlich und das Frühstück ausgesprochen gut.

Anreise leicht gemacht

Bis zu fünf Mal pro Woche fliegt Wizz Air direkt vom Flughafen Memmingen (FMM) nach Sibiu (SBZ). Die Flugzeit beträgt circa zwei Stunden. In Rumänien angekommen, kann man entweder per Bus (1,5 Lei = ca. 0,35 €) oder per Taxi (ca. 12 Lei = ca. 2,60 €) in das Zentrum Sibius fahren.

Wir bedanken uns noch einmal herzlichst für dieses unvergesslich schöne Erlebnis beim Flughafen Memmingen, Sibiu Tourismus und Wizz Air.

Madlen & Marco

Mehr von Madlen und Marco? 

Noch mehr tolle Bilder dieser und weiterer Reisen der beiden findet ihr auch auf Instagram: 

www.instagram.com/madlentravels

www.instagram.com/routetoliberty

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2018-10-23T15:40:14+00:00