Laden...

Warschau: Winterzauber & mehr …

FMM EXPLORER

Warschau: Winterzauber in der polnischen Hauptstadt

Auf Entdeckungstour mit unseren ersten City-Explorern

Ramona hat im Winter 2017 an unserem ersten Explorer-Gewinnspiel teilgenommen – und gewonnen!

Zusammen mit ihrem Freund Mario hat sie ein Wochenende lang Warschau unter die Lupe genommen.

Was sie dort erlebt haben sowie den ein oder anderen Tipp, haben sie im folgenden Blog für euch zusammengefasst …

Obwohl wir viel in Europa unterwegs sind, war der mittel- und osteuropäische Raum bislang für uns ein noch relativ unbekanntes Pflaster. Im Winter haben uns zudem die vergleichsweise kühlen Temperaturen immer etwas abgeschreckt.

Um diese kleine aber hartnäckige Hürde zu überwinden, kam der Aufruf zum City-Explorer vom Flughafen Memmingen und Ryanair für uns natürlich genau zum richtigen Zeitpunkt. Wir haben ein wunderschönes Wochenende in der Hauptstadt Polens verbracht (natürlich dick eingepackt).

Von Memmingen nach Warschau

Mit Ryanair kommt man vom Flughafen Memmingen aus bequem nach Warschau: Wir sind am Flughafen in Modlin (dem kleineren der beiden Flughäfen Warschaus) gegen 11 Uhr vormittags gelandet. Der Airport liegt etwas außerhalb. Dennoch gelangt man von dort aus in weniger als einer Stunde mitten ins Stadtzentrum. So blieb uns bereits am Anreisetag genügend Zeit, Warschau unter die Lupe zu nehmen.

Die günstigste Variante für die Fahrt in die Stadt bietet hierbei der Zug mit ungefähr 5€ pro Fahrt. Etwas komfortabler aber auch ein wenig teurer ist der Modlinbus, der uns dann schließlich für rund 9€ pro Person nonstop ins Zentrum gebracht hat. Gerade für Gruppen rentiert es sich aber auch ein Taxi zu nehmen, denn eine Fahrt kostet hier gerade einmal umgerechnet 50€.

Was gibt es zu sehen?

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Warschau sind gut an einem Wochenende zu besichtigen. Zur Winterzeit sind die Straßen zudem über und über mit Lichtern geschmückt (was auch nötig war. Denn im Osten wird es deutlich früher dunkel als bei uns in Bayern). Ein Bummel durch die hell erleuchteten Straßen am Abend ist so bereits ein Highlight für sich. Bei unserem Besuch waren über die gesamte Innenstadt verteilt überdimensionale, beleuchtete Fotorahmen aufgestellt – perfekt für einzigartige Erinnerungsschnappschüsse.

Auch das Schloss Wilanow (gerne auch als polnisches Versailles bezeichnet) im gleichnamigen Stadtteil Warschaus, ist ab dem frühen Abend hell erleuchtet und lädt zum Schlendern durch einen wunderschönen Lichtergarten ein. Aber auch tagsüber ist das prunkvolle Schloss die rund 45-minütige Fahrt mit dem Bus durchaus wert und zählt zu einem meiner persönlichen Highlights auf dieser Reise, denn auch die Innenräume und das zugehörige Museum sind äußerst sehenswert.

…noch mehr zu sehen

Zur Weihnachtszeit findet man außerdem über die gesamte Stadt verteilt viele kleine Weihnachtsmärkte mit verschiedenen Ständen, an denen man natürlich auch Glühwein und traditionelle Speisen genießen kann (Fleischliebhaber sollten unbedingt die Würste probieren!). Besonders toll: An vielen Orten sind zudem Eislaufbahnen aufgebaut. Für eine Stunde inklusive Leihschlittschuhen zahlt man gerade einmal 2€. Wir waren am Abend an der Bahn am Kulturpalast und hatten, trotz großem Besucherandrang, auch als Anfänger Riesenspaß. Der direkt daneben hoch in den Himmel ragende Kulturpalast (das höchste Gebäude Polens) ist dabei eine der Top Sehenswürdigkeiten Warschaus. Der Komplex beherbergt unter anderem ein Theater und ein Kino und bietet auch einen unvergleichbaren Ausblick über die Stadt. Mit dem Aufzug geht es für wenig Geld hoch in den 30. Stock, wo man einen fantastischen 360 Grad Ausblick über die Skyline Warschaus genießen kann.

Fußballfans dürfen sich bei einem Warschau Besuch das für die EM 2012 erbaute Nationalstadion nicht entgehen lassen. Hier werden zwar täglich Führungen angeboten, wir haben uns das Stadion aber lieber von außen angeschaut. Das Gelände ist nämlich den ganzen Tag über frei zugänglich.

Warschau ist natürlich auch historisch betrachtet eine interessante und wichtige Stadt. Im jüdischen Viertel wird man mit den Schrecken der NS-Zeit konfrontiert: Das POLIN Museum schildert eindrucksvoll die Geschichte der polnischen Juden: Von der Zeit der ersten Ansiedlung über die Vernichtung durch die Nazis bis hin zur Erneuerung der jüdischen Gemeinschaft nach 1989. Trotz, oder gerade aufgrund der tragischen Thematik, ist auch dieser Teil der Stadt auf jeden Fall einen Besuch wert.

Für den Gaumen

Attraktive Restaurants und Bars findet man in Warschau quasi an jeder Ecke. Deftige Hausmannskost gibt es beinahe überall zu sehr günstigen Preisen – verhungern muss hier also niemand, auch nicht bei kleinem Budget. Auf keinen Fall sollte man sich die Pierogi entgehen lassen: Die traditionellen Teigtaschen erhält man hier mit vielfältigen Füllungen (auch für Vegetarier ist hier Einiges dabei!). Wir haben sie im Restaurant „Zapiecek“, das mehrere Filialen über die gesamte Stadt verteilt hat, probiert. Das Publikum dort ist sehr gemischt, vor allem aber Einheimische essen dort gern ihre traditionelle Landesküche (was ja bekanntlich immer ein gutes Zeichen ist). Das Restaurantpersonal spricht perfekt Englisch und ist super freundlich.

Auch die anderen Speisen, die wir hier neben den Pierogi probiert haben, haben uns sehr gut geschmeckt. Es empfiehlt sich jedoch einen Tisch zu reservieren, da die Restaurants eigentlich zu jeder Uhrzeit sehr gut besucht sind. Außerdem würden wir definitiv empfehlen, in eines der vielen schmucken Cafés in der Altstadt zu gehen (nicht zuletzt, um sich hin und wieder aufzuwärmen) und einen Wuzetka Kuchen mit viel Sahne zu probieren.  Besonders gut gefallen hat es uns im Café „Shabby Chic“, einem kleinen schnucklig eingerichteten Café mit ebenfalls supernettem Personal. Unabhängig davon, wo man essen geht, empfehlen wir so viele verschiedene Gerichte wie möglich zu probieren. Die polnische Küche hat wirklich Einiges zu bieten. Getränketechnisch sind wir natürlich auch nicht zu kurz gekommen. Das Bier in Polen ist wirklich sehr lecker und auch vergleichsweise günstig. Genauso wie das Nationalgetränk: Der Wodka. Ein Shot erhält man hier für bereits 1€ und dieser ist deutlich größer, als man es in Deutschland gewohnt ist. Man muss also ein bisschen aufpassen, dass man sich nicht übernimmt. 😉

Tipps & Co.

Obwohl Polen EU-Mitgliedsland ist, gilt dort der Zloty als Währung. Für uns aus Deutschland heißt das wiederum: kostengünstig Reisen!  Ein Euro entspricht ungefähr 4 Zloty und es empfiehlt sich, den Großteil seines Reisebudgets erst vor Ort in der Stadt zu wechseln (Wechselstuben gibt es genügend) oder mit der Kreditkarte abzuheben (seriöse Automaten gibt es über die ganze Stadt verteilt, ich empfehle vorher in den Google-Rezensionen nachzulesen, um böse Überraschungen zu vermeiden).

In Deutschland oder am Flughafen ist der Wechselkurs deutlich schlechter, sodass man am besten nur das Geld für die Fahrt vom Flughafen zum Hotel dort wechseln sollte. Es empfiehlt sich außerdem, vor allem wenn man nur einen kurzen Aufenthalt hat, ein Hotel im Stadtzentrum zu buchen. Diese sind vor allem in der Winterzeit nicht allzu teuer und man kommt vom Zentrum aus wirklich am schnellsten zu den Hotspots. Was die Einheimischen angeht, haben wir durchweg positive Erfahrungen gemacht: Die meisten Polen sprechen sehr gut Englisch und sind äußerst gastfreundlich und auch sehr hilfsbereit. Wenn man sich mal verlaufen hat, braucht man also keine Scheu haben, auf die Leute zu zugehen. Oftmals wurden uns auf diese Weise auch interessante Insidertipps verraten, die so in keinem Reiseführer gestanden hätten.

Fazit: Lohnt sich ein Trip nach Warschau?

Auf jeden Fall! Die Stadt ist vom Flughafen Memmingen aus bequem und günstig zu erreichen. Da man mit dem Flugzeug in nicht mal 2 Stunden dort ist und dank der günstig gelegten Flugzeiten, lohnt sich Warschau so auch für einen Kurztrip. Das Preisniveau ist verglichen zu Deutschland relativ niedrig, sodass man auch mit kleinem Budget auf so gut wie kein Reiseerlebnis verzichten muss. Wie wir selbst festgestellt haben, sollte man gerade im Winter eine Reise nach Warschau in Erwägung ziehen und sich nicht von den kälteren Temperaturen abschrecken lassen. Denn das Lichtermeer in der Stadt schafft eine außergewöhnlich faszinierende Stimmung. Die tollen Sehenswürdigkeiten, das vielseitige Stadtbild und die Menschen sprechen natürlich absolut auch für einen Besuch zu jeder Jahreszeit. Alles in Allem eignet sich Warschau perfekt für einen Wochenendtrip (aber auch bei längerem Aufenthalt würde sicher keine Langeweile aufkommen) und ist in jedem Fall eine spannende Alternative zu den gängigen west- oder südeuropäischen Touristenmetropolen.

Z pozdrowieniami, Ramona & Silvio 🙂

Jetzt buchen!
2018-09-11T15:07:07+00:00